Der Regen liess nicht nach, und so verwandelte sich das gesamte Gelände in eine tiefe Schlammschlacht. Ein grosses Vergnügen war es das Bike vom Schlamm zu befreien. Die Organisatoren stellten speziell dafür einige Wasserschläuche zur Verfügung. Die liefen auch 24 Stunden und verwandelten das Gelände rund um die Waschstation in einen 40cm tiefen Sumpf. Michel entwickelte für das Velowaschen eine besondere Taktik, die sicher viele Nachahmer fand. Er ging mit den Adiletten auf dem Weg bis kurz vor den Sumpf, liess diese dann stehen und watete mit den Socken durch die Suppe. Somit hatte er immer schön saubere Adiletten am Wegrand stehen und konnte gemütlich wieder zum Fahrerlager retourlaufen! Im Zelt hatten wir es sehr gemütlich. Dank einem Holzofen, konnten wir grillieren und die Kleider und Schuhe trocknen. Den Rauch leiteten wir mittels eines Jauche-Abflussrohres, dass wir grosszügigerweise gratis aus einem Abfall-Container entwenden durften, ins Freie. Das interessante Wetter lockte natürlich auch Besuch an, denen ein kleines schadenfreudiges Lächeln irgendwie ins Gesicht geschrieben stand..... Und schon brach die Nacht herein. Mit Scheinwerfern bewaffnet nahmen wir unermüdlich Runde um Runde in Angriff und siehe da, um Mitternacht rum, setzte der Regen aus.. es war doch tatsächlich eine halbe Stunde lang "trocken". Christoph der gerade unterwegs war, merkte es allerdings kaum, denn durch die Räder spritze der Dreck trotzdem überall hoch und so vergessen wir diese halbe Stunde wohl auch und konzentrieren uns wieder auf die Regenfahrten. Man kann aber auch nicht gross klagen, denn auch Regen kann abwechslungsreich sein..... Zuerst Regnete es klassisch vom Himmel runter, moderate Tropfen, angenehme Wassertemparatur und ohne Wind. Danach frischte es auf und das Nass konnte als eklig bezeichnet werden. Dann kam die angesprochene Dürre-Phase und danach setzte wieder leichter Graupel-Regen ein. Dieser hatte auf der Fahrt einen erfrischenden, reinigenden Effekt und motivierte zu Höchstleistungen. Am frühen Morgen dann, der starke, heftige prasselnde Regen. Der wechselte sich dann am späteren Morgen mit richtiggehenden Sturmböen ab. Gegen Renn-Ende herrschte dann wieder eher klassisches Regenwetter vor.
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