| Biketour Scuol 07.07.2002 |
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Bericht von Urs (Uschi)
Schon wieder war ein Jahr vergangen und die Bikeverrückten der Skiriege Killwangen freuten sich schon wieder mächtig auf das Highlight des Jahres. Ein hartes Trainingsjahr voller Entbehrungen wurde an diesem Wochenende mit unserer Tour ins Engadin endlich belohnt.
Schon frühmorgens waren wir am Samstag auf den Beinen. Treffpunkt für die Einen war wie immer der Bahnhof in Killwangen. Die Freiämterbiker stiegen in Dietikon mit in den Zug. Die Fahrt führte uns dann zuerst nach Zürich, wo wir uns am Hauptbahnhof alle mit einem Kaffee stärken konnten. Unterdessen waren fast alle wach geworden und die Weiterreise nach Landquart konnte fortgesetzt werden. Im Zug wurde wieder wacker geschwatzt und diskutiert, Hauptthema war natürlich das Velo und alles was dazu- oder eben nicht dazugehört. In Landquart umgestiegen, führte uns die Rhätische Bahn via Vereinatunnel ins Engadin, nach Scuol.
Nach der Entgegennahme unserer Velos deponierten wir unsere nichtbenötigten Sachen im Hotel. Dort wurden dann die letzten Powerriegel verdrückt, Isostar wurde nachgefüllt und letzte Materialchecks wurden an den Fahrrädern vorgenommen. Und schon kurze Zeit später sassen wir alle auf unseren Gäulen und los ging es. Zwei bis drei Stunden ging es zuerst nur bergauf. Da teilte sich schon schnell die Spreu vom Weizen. Dieses permanente bergauf war für einige schon fast zu viel des Guten, vor allem Adi hatte an diesem Tag nach eigener Aussage überhaupt keine guten Beine . Nach etwa der Hälfte des Anstieges teilten sich Cony, Jeannette und Babs vom Rest der Gruppe, um eine etwas andere, leichtere Route zu fahren. Unser Grüppchen quälte sich indessen weiterhin den Berg hinauf. Fast zuoberst angekommen, gönnten wir uns an einer Feuerstelle eine längere Pause. Schon fast traditionell wurden Würste gebrötelt und zu unserer Ueberraschung kamen wir alle noch zu einem feinen Schluck Weisswein. Adi hatte es sich nehmen lassen, eine Flasche in seinem Rucksack mitzuschleppen. Da war sein kleiner sportlicher Einbruch schnell verziehen...Nach dem Mittagessen ging es noch ein kleines Stück weiter den Berg hinauf und schon bald danach folgte die Abfahrt wieder Richtung Scuol. Mitten in unserer Schussfahrt trafen wir unverhofft wieder auf die drei Frauen, die sich am Morgen von uns getrennt hatten. Sie schoben ihre Räder ziemlich mühsam über einen steilen Wanderweg, war wohl nichts mit leichterer Route....Gemeinsam schossen wir weiter zu Tale und dass, im warsten Sinne des Wortes. Einige von uns brachten den Tacho schon fast zum rauchen. Wieder im Tal angekommen gab es nochmals eine kurze Verschnaufpause, bis wir das letzte Stück dem Inn entlang in Angriff nahmen. Leider begann es dann noch zu regnen, so dass die meisten von uns tropfnass das Hotel in Scuol erreichten.
Nach einer verdienten warmen Dusche trafen wir uns alle wieder beim Nachtessen. Es wurde viel gelacht und diskutiert und natürlich wurde auch das eine oder andere alkoholische Getränk serviert. Beim späteren Barbesuch qualmten dann noch die Zigarren. Die alljährlichen Ueberredungsversuche an die Adresse von Adi, sich endlich einmal vernünftige Pedalen zu kaufen, fruchteten noch nicht wirklich. Doch schon ein paar Tage später sprang er über seinen eigenen Schatten und erstand sich die langersehnten Klick’s. Ob das wirklich eine so gute Idee war, ist zu bezweifeln. Wir alle wissen ja, was dann passiert ist.....
Am Sonntag Morgen erschienen dann alle wieder einigermassen nüchtern zum Frühstück. Danach ging es mit der Gondelbahn hinauf zum Start unserer sonntäglichen Erholungstour. Doch zwei Bikeverrückte (Xandi und Rägi) überredeten fast alle zu einer Extrarunde mit einigen Höhenmetern. Der Weg wurde immer steiler und schmaler und schliesslich mussten wir die Fahrräder über eine Stunde lang den Berg hinaufstossen. Irgendwie hatten wir uns dann auch noch verfahren, besser gesagt verlaufen. Einige fanden das nicht mehr so lustig und fluchten leise vor sich hin. Stefan (Arbeitskollege von Michel) sagte überhaupt kein Wort mehr. Schliesslich erreichten wir mehr oder weniger ausgepumpt den Berggipfel (immerhin 2'500 Meter über Meer). Die zum Teil tückische Abfahrt wurde von den meisten gut gemeistert, abgesehen von ein paar Umfallern. Auch die Defekthexe schlug nicht zu, und so erreichten wir alle wohlbehalten das Tal. Nach einem feinen Mittagessen pedalten wir dann zum Bahnhof, von wo uns der Zug nach Zernez brachte. Ausser Rägi und Xandi stiegen alle in die Bahn. Die beiden wollten es uns allen zeigen und fuhren auch das letzte Stück noch mit dem Fahrrad. In Zernez dann wurden unsere Fahrräder definitiv verladen und wir machten uns auf die Heimreise. Es dauerte nicht lange, bis auch dieses Jahr wieder die ersten im Zug einschliefen.
Auch dieses Weekend hat wieder allen Spass gemacht und wir bedanken uns recht herzlich beim Organisationsteam.
Sportliche Velogrüsse
Urs (Uschi)
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