Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt

Der Kirchenbau

Die heutige Pfarrkirche wurde als dreischiffige gotische Kirche in den Jahren 1457–1460 erbaut, unter der Leitung der Werkmeister Hans Murer und Cunrat Zobrist. Die frühere Mauritiuskapelle verlor ihre eigenständige Funktion als Sakralraum und wurde zur Sakristei umgebaut. Der Bau des Kirchturms verzögerte sich um mehrere Jahrzehnte und konnte erst 1489–1493 durch Martin Grülich ausgeführt werden.

Das Mittelschiff behielt die Breite der bisherigen Kirche und wurde um die beiden Seitenschiffe erweitert. Die Westseite verlängerte man um viereinhalb Meter. Der Chor und die untersten drei Geschosse des Turmes sind älter und gehen auf das 14. Jahrhundert zurück. Eine Gesamtrenovation erfolgte im Jahr 1884, eine umfassende Innenrenovation 1967/68.[8]

An der Aussenmauer der Westfassade wurde 1937 ein vom Zürcher Künstler Paul Bodmer entworfenes Mosaik angebracht, das die Himmelfahrt Mariens zeigt. Ein Relief des heiligen Christophorus des Badener Künstlers Walter Squarise schmückt das Chorhaupt und 1951 folgte, vom selben Künstler, der lehrende Jesus auf dem nördlichen Seitenschiff. Seit den 1930er Jahren finden sich an der Aussenmauer des südlichen Seitenschiffs Grabplatten aus dem ehemaligen Beinhaus.

Der Turm und die Glocken

Der Turm der Stadtkirche ist 52 Meter hoch, womit er nur nach dem rund vier Meter höheren Stadtturm das zweithöchste Gebäude der Altstadt ist. Abgeschlossen wird er von einem spitzen Turmhelm, der mit farbigen Ziegeln gedeckt ist. Er wurde in der letzten Bauphase der Kirche (1490) gestaltet. Im Turm hängen sechs Glocken, die im Jahr 1926 von der Firma H. Rüetschi in Aarau gegossen wurden. Die Tonfolge ist As°, B°, des‘, f‘, as‘, b‘.

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